DOSB-Kooperation

Interview mit Herbert Dierker zum Thema Sport und Gesundheit

Foto Dierker F 2007 sik resized„Sport und Gesundheit“ zählt nach Einschätzung von Dr. Herbert Dierker zu den wichtigsten Zukunftsthemen der Sportministerkonferenz (SMK). Im Interview berichtet er über die Entwicklung und Erfolge der Arbeitsgemeinschaft in Bezug auf die Zusammenarbeit der politischen Felder „Sport″ und „Gesundheit″ und seine Sicht auf den Beitrag des DOSB.

Zur Person: Dr. Herbert Dierker, Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin, ist seit 2008 Vorsitzender der „Arbeitsgruppe Sport und Gesundheit”, einer politikfeld-übergreifend zusammengesetzten Arbeitsgruppe, initiiert von der auf Länderebene aktiven Sportministerkonferenz. Zusätzlich ist er, bedingt durch sein Amt, Mitglied in der europäischen Kommission (der Expertengruppe Health Enhancing Physical Activity (HEPA)) und vertritt dort die Länderinteressen.

DOSB klärt über Medikamentenmissbrauch im Breitensport auf

Medikamente1 Missbrauch Breitensport Modul Fortbildung ScreenshotDie Aufklärungsoffensive des DOSB gegen Medikamentenmissbrauch im Breiten- und Freizeitsport geht in die nächste Runde.Dieses Mal stehen die Übungsleiter/innen, Trainer/innen und Jugendleiter/innen im Mittelpunkt, die mit eigens entwickelten Lehr- und Lernmaterialien für das Thema Medikamentenmissbrauch sensibilisiert werden sollen.

In Gemeinschaftsarbeit aus Wissenschaftlern, Lehrreferenten und „Praktikern“ hat der DOSB ein Fortbildungsmodul vorgelegt, welches den Mitgliedsorganisationen des DOSB zur Verfügung gestellt wird. Die Verbände erhalten eine Mappe mit allen notwendigen Arbeitsmaterialien, die für eine abwechslungsreiche Gestaltung einer solchen Fortbildung benötigt werden. Damit will der DOSB die Verbände für die Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit motivieren und sie dabei unterstützen, das Thema in ihr Qualifizierungssystem aufzunehmen.

Interview Prof. Rütten: Erstes WHO Kooperationszentrum für Bewegung und Public Health in Europa

Das Institut für Sportwissenschaft und Sport (ISS) der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Erlangen ist zum ersten Kooperationszentrum für Bewegung und Public Health der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa ernannt worden – und ist damit weltweit die erste sportwissenschaftliche Institution in einer solchen Rolle.

(Prof. Rütten (2.vl) mit Joachim Herrmann, (Sportminister Bayern), Dr. Joao Breda (WHO) und Prof. Karl-Dieter Grüske (Präsident FAU) bei der Übergabe der Ernennungsurkunde. Foto: Erich Malter Fotografie.)

Im Interview berichtet Prof.Dr. Dr. h.c. Alfred Rütten über die Aufgaben des neuen Zentrums, benennt Chancen und Möglichkeiten, die sich aus der internationalen Zusammenarbeit ergeben und zeigt auf, welche Anknüpfungspunkte für den organisierten Sport möglich sind.

DOSB Broschüre „Bewegt im Betrieb“ ist erschienen

Ein Vier-Wochen-Bewegungsprogramm für mehr Wohlbefinden und Gesundheit am Arbeitsplatz bietet die neue DOSB-Broschüre „Bewegt im Betrieb“. Kern der Broschüre sind erstens Bewegungsempfehlungen im Sinne eines zügigen Spaziergangs in der Mittagspause oder auf dem Weg zur Arbeit, zweitens fünf Job-Fit-Übungen, die an jedem Arbeitsplatz schnell und einfach durchzuführen sind, und drittens allgemeine Tipps für mehr Bewegung im beruflichen Alltag.

Dazu enthält die Broschüre einen Vier-Wochen-Plan zum raustrennen, in dem die durchgeführten Bewegungsübungen in Punkte übertragen werden können. Ziel ist es, jede Woche die vorgegebene Punktzahl zu erreichen, um sich am Ende für das Durchhaltevermögen, mit einem vorher festgelegten Preis, selbst zu belohnen. Darüber hinaus erhalten Arbeitgeber eine Übersicht über Bewegungsideen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) aus Sicht des organisierten Sports. Ergänzend dazu wurden die fünf Job-Fit-Übungen auf ein Plakat sowie eine Postkartensammlung gedruckt, die zum Aufhängen am Arbeitsplatz gedacht sind.

Neue Strategie-Entwicklungen beim Fachforum Sport und Gesundheit

In Frankfurt am Main fand am 9. und 10. April 2014 das Fachforum Sport und Gesundheit statt. Begleitet von hochkarätigen Vorträgen aus Politik und von Gesundheits-Verbänden diskutierten 59 Forums-Teilnehmer aus 36 Mitgliedsorganisationen des DOSB über neue Strategien für Prävention und Gesundheit.

„Das Fachforum dient der Strategieentwicklung innerhalb des Handlungsfeldes Sport und Gesundheit. Wir wollen neue Entwicklungen herausarbeiten und uns gemeinsam den Herausforderungen stellen“, sagte Walter Schneeloch, DOSB-Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung, zu Beginn des Fachforums.

Der DOSB hatte nicht nur eine straffe Vortragsreihe vorbereitet. Das Fachforum eröffnete auch die Gelegenheit zum internen Austausch über ausgewählte Themen, die durch die Mitgliedsorganisationen eingebracht wurden.

Wann kommt das Präventionsgesetz? Warten auf einen neuen Anlauf

Das Präventionsgesetz lässt in Deutschland weiter auf sich warten. Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung wurde verankert, dass noch 2014 ein Präventionsgesetz verabschiedet werden soll. Doch obwohl in vielen Erklärungen zum Gesundheitswesen der dringende Verbesserungsbedarf im Bereich der Prävention benannt wird, sind bislang noch keine Anzeichen für einen neuen Vorstoß erkennbar. Der letzte Gesetzesentwurf war im September 2013 gescheitert. Es war bereits der dritte vergebliche Anlauf.

Aus dem Gesundheitsministerium ist zu vernehmen, man sei aktuell mit der Pflegereform und dem parallel laufenden Finanzierungsgesetz für die Krankenversicherung komplett ausgelastet. Das Gesetz werde auf jeden Fall kommen, heißt es auch aus der Pressestelle des Ministeriums, doch vor Beginn des zweiten Halbjahrs seien sicherlich keine Schritte zu erwarten. Damit ist Inzwischen mehr als fraglich, inwieweit das selbstgesteckte Ziel, noch in diesem Jahr ein Gesetz zu verabschieden, noch zu erreichen ist. Schon deshalb, weil laut Koalitionsvertrag in den Abstimmungsprozess Bund, Länder und Kommunen sowie alle Sozialversicherungsträger eng eingebunden werden müssen.

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