Modellprojekt: Prävention für Bewohner und Beschäftigte stationärer Pflegeeinrichtungen

Foto: Techniker Krankenkasse

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Prävention im Setting ‚stationäre Pflegeeinrichtungen‘ ist eine doppelte Herausforderung: Während viele Bewohner von mehreren körperlichen Einschränkungen betroffen sind, erleben die Mitarbeiter einen belastenden Berufsalltag. Ein bundesweites Modellprojekt der Techniker Krankenkasse (TK) unter Leitung von Vertretungsprofessorin Dr. Bettina Wollesen der Universität Hamburg nimmt nun diese Präventionsaufgaben in den Fokus: die Gesundheit von Mitarbeitern und gesundheitlichen Ressourcen der Pflegebedürftigen. Ziel des Projekts PROCARE ist, ein Präventionsprogramm (nach §5 SGB XI) in Pflegeeinrichtungen zu implementieren. Dazu gehören Maßnahmen der Gesundheitsförderung für Mitarbeiter ebenso wie gezielte Präventionsmaßnahmen für die Pflegebedürftigen – in den Bereichen Bewegung, Kognition und psychosoziales Wohlbefinden.

„Prävention hat für Pflegende und Pflegebedürftige unterschiedliche Ziele. Für die Pflegebedürftigen geht es darum, ihre Ressourcen möglichst lange zu erhalten. Mit einer Analyse zu Beginn des Projektes werden ebenfalls die Bedarfe der Mitarbeiter ermittelt. Mit PROCARE nehmen wir nun erstmals das gesamte Setting Pflegeheim in den Fokus der Prävention“, erklärt Ursula Meller, Projektleiterin der TK.

Projekt bindet Bewohner und Mitarbeiter ein

Um den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht zu werden, werden Mitarbeiter und Bewohner in Planung und Gestaltung der Maßnahmen integriert. Diese können zum einen Ergonomieschulungen und gesundheitssportliche Aktivitäten für die Mitarbeiter und zum anderen Multikomponentenprogramme (Förderung der körperlichen Aktivität, Kognition sowie psychosozialen Gesundheit) für die Pflegebedürftigen umfassen.

Das Projekt wird wissenschaftlich evaluiert: Nach 36 Monaten sollen gesicherte Erkenntnisse über die Präventionsarbeit in der stationären Pflege vorliegen. Dazu gehören Informationen über spezifische körperliche und psychische Belastungen der Beschäftigten, die Effekte möglicher Gegenmaßnahmen sowie die Bedürfnisse der Bewohner. Zudem wird die Wirkung des Multikomponentenprogramms erfasst und die Auswirkungen für diese zum Teil hochaltrige Zielgruppe untersucht.

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